DAK-Bericht

Mehr jugendliche Komasäufer in Sachsen-Anhalt

Trinken bis der Arzt kommt: In Sachsen-Anhalt ist die Zahl jugendlicher Komasäufer erneut gestiegen. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 569 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2011 um neun Prozent an.

Bei den zehn bis 15-Jährigen kamen 2012 insgesamt 119 Rauschtrinker in die Klinik, was im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um elf Prozent bedeutet. Gleichzeitig gab es in der Altersgruppe von 15 bis unter 20 Jahren einen deutlichen Anstieg beim Alkoholmissbrauch. Hier stieg die Zahl der Betroffenen um fast 16 Prozent von 388 auf 450 Jugendliche und junge Erwachsene. Von den Betroffenen in dieser Altersgruppe waren 303 männlich, was im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 15 Prozent bedeutet. 147 Rauschtrinker waren weiblich. Dies waren 28  Prozent mehr als 2011.

„In der bisherigen Statistik fehlen noch die Kinder und Jugendlichen aus Sachsen-Anhalt, die im vergangenen Jahr in den anderen Bundesländern behandelt wurden“, erklärt Steffi Steinicke, Landeschefin der DAK-Gesundheit in Sachsen-Anhalt. „Deshalb wird die endgültige Zahl jugendlicher Komasäufer im Land noch höher liegen.“ Angesichts dieser Entwicklung setzt die Krankenkasse auch 2014 die Aufklärungskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ in Sachsen-Anhalt fort.

Kampagne „bunt statt blau“ 2014

Beim bundesweiten Wettbewerb „bunt statt blau“ werden Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren aufgerufen, mit Plakaten kreative Botschaften gegen das Rauschtrinken zu entwickeln. Aktuell werden in Sachsen-Anhalt mehr als 270 Schulen angeschrieben und zur Teilnahme eingeladen. An der seit 2010 stattfindenden Präventionskampagne gegen Alkoholmissbrauch nahmen bislang mehr als 52.000 junge Künstler teil. Weitere Informationen über die Aktion gibt es auch im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.
(Quelle: DAK)