Erstmals am Menschen erforscht:

Resveratrol und das Rotwein-Paradoxon

Zum ersten Mal wurde die Wirkung von Reservatol, dem Stoff dem die „gesunde Wirkung“ eines Glases Rotweins zugeschrieben wird, am Menschen wissenschaftlich untersucht, meldet der GSAAM. Gemessen wurde der Blutfluss durch die Armarterie von Männern und Frauen mit Übergewicht und unbehandeltem Bluthochdruck.

Diese kardiovaskulären Risikofaktoren beeinträchtigen in der Regel die Reaktionsfähigkeit der Arterie auf Beanspruchung und ihre Elastizität. In Bezug auf diese Biomarker zeigte Resveratrol eindeutig positive Wirkungen. Die Testpersonen nahmen in einem doppelblinden Vergleich entweder 30, 90 oder 270 Milligramm Resveratrol oder ein wirkungsloses Placebo ein.

Das Ergebnis der Studie: Die Einnahme von Resveratrol führte zu einer deutlichen Verbesserung der Arterienerweiterung - und zwar entsprechend der Dosis, je mehr umso besser.  Die protektiven Wirkungen entfaltet es beim Menschen erst ab einer Konzentration von mindestens 100 mg täglich. Das ist über den Rotweinkonsum alleine nicht zu erreichen. Ein Liter Rotwein weist eine Konzentration von lediglich 30 – 50 mg auf. Männer könnten mit der von der WHO empfohlenen Alkohol-Höchstmenge 12 mg,  Frauen die Hälfte aufnehmen. Oder anders: Um auf eine nachgewiesen wirksame Dosis zu kommen, wären zwei Liter Rotwein nötig.

Eine weitere wichtige Erkenntnis der Studie: Resveratrol wirkt auch ohne Rotwein - und zwar rein als Nahrungssupplement - und ist in dieser Form auch auf dem europäischen Markt erhältlich.
(Quelle: Pressemitteilung GSAAM)