Alkohol in der Schwangerschaft

CDU-Abgeordnete: Schwangerschafts-Ratgeber der BZgA sollte "eingestampft" werden

Wie die "Bild" berichtet, fordert die familienpolitische Sprecherin der Unions-Fraktion, Dorothea Bär, dass eine Aufklärungs-Bröschüre der BZgA zum Thema Alkohol in der Schwangerschaft "sofort eingestampft" gehört. Der Grund: die Broschüre lässt die Option für einen maßvollen "verantwortungsbewussten" Umgang mit Alkohol offen und verharharmlose somit das Problem. Stattdessen sollte zu einem völligen Alkoholverzicht während der Schwangerschaft aufgerufen werden.

Wenn man die Broschüre "Auf Dein Wohl mein Kind" unter diesem Aspekt durchliest wird man, in der Tat, fündig: "Wenn Sie überhaupt in der Schwangerschaft Alkohol trinken, sollten Sie es bei einer möglichst geringen Menge belassen. Das Trinken von Alkohol sollte die absolute Ausnahme und nicht die Regel sein" heißt es.

Bär zu BILD: „Wenn eine offizielle Broschüre einen, wenn auch maßvollen, Alkoholgenuss in der Schwangerschaft verharmlost, ist das ein Skandal. Schon die kleinsten Mengen können dauerhafte Schäden verursachen."

So weit so richtig. Allerdings stellt sich das Ansinnen der CSU-Politikerin in einem anderen Licht dar, wenn man weiß, dass sie sich für die umstrittene Kampagne "Mein Kind will keinen Alkohol" zur Verfügung gestellt hat. Und diese wurde unter anderem vom Alkohol-Konzern "Pernod Ricard" ins Leben gerufen.
(Quelle: Bild)

siehe dazu:
31.01.2011

BZgA stellt klar: Kein Alkohol in Schwangerschaft und Stillzeit