Statistisches Landesamt

Bayern: Alkoholbedingte Krankenhausbehandlungen seit 2000 um rund 35 Prozent gestiegen

Anstieg der Krankenhausbehandlungen mit der Hauptdiagnose „akuter Rausch“ um rund 210 Prozent bei den unter 20-Jährigen

Im Jahr 2011 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 52.196 Patienten mit alkoholbedingten Krankheiten vollstationär behandelt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren das rund 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr sowie 35,2 Prozent mehr als elf Jahre zuvor.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden im Jahr 2011 in den bayerischen Krankenhäusern 52.196 Patienten aufgrund einer alkoholbedingten Krankheit vollstationär behandelt, rund 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr (2010: 51.266) sowie 35,2 Prozent mehr als vor elf Jahren (2000: 38.617). Bei 22.141 Patienten – das sind rund 42,4 Prozent aller alkoholbedingten stationären Krankenhausaufenthalte – war akuter Rausch der Verursacher; dies waren rund 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr (2010: 21.464).

Die mehrjährige Betrachtung zeigt einen nahezu kontinuierlich starken Aufwärtstrend. So stieg die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle mit alkoholbedingten Krankheiten von 38.617 im Jahr 2000 auf 52.196 im Jahr 2011. Zwischen 2000 und 2011 stieg die Zahl der vollstationären Behandlungsfälle mit alkoholbedingten Krankheiten um rund 35 Prozent.

Beim akuten Rausch zeigt sich bei mehrjähriger Betrachtung ein ähnlicher Entwicklungsverlauf, jedoch auf höherem Niveau. Die Behandlungszahlen stiegen von 8.617 im Jahr 2000 kontinuierlich um rund 157 Prozent auf 22.141 Fälle im Jahr 2011. Bemerkenswert ist, dass in der Altersgruppe der unter 20-Jährigen sogar ein Anstieg der Behandlungszahlen von rund 210 Prozent zu verzeichnen ist.
(Quelle und weiter Informationen: Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bayern)