Neue Studie

Alkohol-Sponsoring verleitet Sportler zu riskantem Trinkverhalten

Neue Forschungsergebnisse von der Universität Manchester (UK) und der Monash University (Australien) zeigen bei einen Zusammenhang zwischen Alkohol-Sponsoring und riskantem Alkoholkonsum bei Sportlern auf.

Die Studie, die online in der Fachzeitschrift Addiction veröffentlicht wurde, ist die erste, die Alkohol-Sponsoring von Sportlern in Großbritannien untersucht. Sie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem in Großbritannien, Irland, Australien, Neuseeland und Südafrika, aber auch Deutschland, Rufe für mehr Einschränkungen oder Verbote von Alkohol-Sponsoring und Werbung im sportlichen Umfeld laut werden.

Die Forscher befragten mehr als 2.000 Sportler aus Großbritannien Universitäten in der Nord-West, Midlands, London und südlichen Regionen von England. Die meisten der Befragten übten Gemeinschaftssportarten aus. Rund ein Drittel berichteten, von der Alkoholwirtschaft, wie zum Beispiel Brauerei oder einer Gaststätte, gesponsert zu werden.

Personen, die gesponsert wurden, konsumierten mehr Alkohol und hatte einen höheren Anteil von riskantem Trinkverhalten als alle Sportler ingsamt. Faktoren wie die Sportart, die sie ausübten,  Alter, Geschlecht, Einkommen und Region hatten einen geringer Einfluss auf das Trinkverhalten. Der Alkoholkonsum war bei allgemein bei den Sportlern relativ hoch. 50 Prozent der gesponserten Sportlern waren jedoch, nach von der WHO festgelegten Kriterien, auffällig in ihrem Trinkverhalten, verglichen mit unter 40 Prozent bei nicht gesponserten Athleten.

Professor Kerry O'Brien, der die Studie leitete, sagte: "Uns ist seit einger Zeit bekannt, dass junge Erwachsenen, die Sport treiben oder Fans sind, häufiger einen übermäßiger Alkoholkonsum aufweisen, aber wir sind gerade erst dabei zu verstehen, warum. Es sieht so aus, dass Alkohol-Sponsoring und die Trinkkultur, die es verfestigt, einer dieser Gründe ist."
(Quelle: Addiction Journal)