14. bis 20. Februar

Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien

In Deutschland wird 2010 zum ersten Mal vom 14. bis zum 20. Februar die Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien durchgeführt. In den USA findet diese „National Awareness Week“ jährlich in der Woche statt, in der der Valentinstag liegt. In Großbritannien ist die „Children of Alcoholics Week“ 2009 eingeführt worden.

Ziel ist es, in Gemeinden, Städten, Bundesstaaten und landesweit Aufmerksamkeit für die Kinder suchtkranker Eltern zu schaffen und zur Hilfe für diese oft vergessenen Kinder aufzurufen. Die Teilnehmer/innen der Strategiekonferenz „Hilfe hat viele Gesichter“, zu der NACOA Deutschland vom 22.-24.1.2010 nach Berlin eingeladen hatte, haben die Einführung der Aktionswoche beschlossen.

Welche Aktionen sind geplant? Wer kann mitmachen?
Bei der Aktionswoche kann jede/r mitmachen. Die Teilnehmer/innen der zweiten Strategiekonferenz und NACOA Deutschland laden alle ein, denen das Thema Kinder aus Suchtfamilien am Herzen liegt, sich an einer Briefaktion zu beteiligen.

Schreiben in Ihrer Stadt, in Ihrem Landkreis, in Ihrem Bundesland Verantwortliche in Politik, Verwaltung und in sozialen Diensten an. Mache sie auf die Problematik von Kindern aus suchtbelasteten Familien aufmerksam und fordere sie auf, sich in ihrem Wirkungsbereich für diese Kinder stark zu machen.

Nutzen Sie den Musterbrief, der als Word-Dokument im Dokumentenbereich von http://nacoa.opennetworx.org zum Download bereit steht. Sie können ihn auf einem eigenen Briefbogen ausdrucken und inhaltlich anpassen.

Bestellen auf www.nacoa.de Flyer oder Broschüren, um sie mit dem Musterbrief mitzuschicken, sie an geeigneter Stelle auszulegen oder sie direkt an Menschen weiterzugeben, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Bitte helfen Sie selbst aktiv mit, Kindern und Jugendlichen mit suchtkranken Eltern folgende Botschaften zu übermitteln:

  • Sucht ist eine Krankheit.
  • Du bist nicht schuld daran.
  • Du bist nicht allein.
  • Such Dir erwachsene Vertrauenspersonen, mit denen Du reden kannst und die Dich unterstützen.

Und vielleicht können Sie selbst für ein Kind eine solche Vertrauensperson sein und ihm ein Zeichen der Hoffnung geben. Damit die Kinder von heute nicht die Süchtigen von morgen werden.(Quelle: Frank Lindemann, Newsletter des Netzwerks "Hemmungslos nüchtern!")