Allgemein

Analog zum Verbot von Tabakwerbung

Deutscher Ärztetag setzt sich für ein Verbot von Alkoholwerbung ein

Die Delegierten des 117. Deutschen Ärztetages haben die Regierung aufgefordert, wesentliche Einschränkungen oder ein komplettes Verbot von Werbung für alkoholische Getränke durchzusetzen. Alkoholmissbrauch und Alkoholabhängigkeit sowie deren Folgen seien in Deutschland ein erhebliches Problem, so dass es analog zum Verbot von Tabakwerbung sinnvoll sei, einen ersten Schritt zur Einschränkung des Alkoholkonsums in Deutschland zu machen. mehr...

3,3 Millionen Todesfälle durch Alkoholmissbrauch

WHO fordert die Regierungen auf, mehr zu tun, um alkoholbedingte Todesfälle und Krankheiten zu verhindern

3,3 Millionen Todesfälle gingen im Jahr 2012 weltweit auf das Konto von Alkoholmissbrauch, berichtet die WHO. Alkoholkonsum kann nicht nur zur Abhängigkeit führen, sondern auch zur Entwicklung von mehr als 200 Krankheiten, darunter Leberzirrhose und bestimmte Krebsarten. Darüber hinaus führt er zu Gewalt und Verletzungen. Der "Globale Statusbericht zu Alkohol und Gesundheit 2014" stellt außerdem fest, dass Alkoholmissbrauch Menschen anfälliger für Infektionskrankheiten wie Tuberkulose und Lungenentzündung macht. mehr...

DHS fordert Maßnahmen zur wirksamen Regulierung

Public Relation der Suchtgüterindustrie - Zwischen Schein und Desinformation

Glücksspielen sowie Konsum von Alkohol und Tabak haben viel gemeinsam. Sie sind in Deutschland legal, können schnell süchtig machen und versprechen den Herstellern und Anbietern Höchstgewinne. Die hohe Nachfrage liegt dabei in der Natur der Sache: Angebote mit Suchtpotenzial schaffen bei denen, die einmal angefangen haben, sie zu konsumieren, eine immer stärkere und anhaltende Nachfrage. Die gesundheitlichen und sozialen Folgekosten tragen die Betroffenen und die Gesellschaft. mehr...

Kanadische Studie

Signifikant weniger Alkoholtote nach Preiserhöhung

Eine derartige Wirkung einer Preiserhöhung auf alkoholische Getränke hatten auch die Forscher in British Colombia nicht erwartet: Eine Erhöhung um 10 Prozent hatte zur Folge dass über 30 Prozent weniger Alkoholtote zu beklagen waren. Dabei wurden Ursachen berücksichtigt, die entweder in Verbindung mit Alkohol stehen oder, wenn sie direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind, akuter oder chronischer Natur sind.
mehr...

Geldstrafen und Lizenzentzug

Italien erhöht Mindestalter für Alkoholkauf auf 18 Jahre

Am Mittwoch genehmigte die Kommission für Sozialwesen die Änderung am Artikel 7 des Gesundheitsdekrets von Gesundheitsminister Renato Balduzzi. Somit darf Alkohol nur noch ab einem Mindestalter von 18 Jahren verkauft werden. Bisher galt für den Verkauf von Alkohol ein Mindestalter von 16 Jahren. Dem Alkoholmissbrauch soll hiermit entgegenwirkt werden.
mehr...

Irreführend

Europäischer Gerichtshof verbietet deutschen Winzern Wein als "bekömmlich" zu vermarkten

Die Winzergenossenschaft "Weintor" aus Rheinland-Pfalz vermarktet Weine der Rebsorten Dornfelder und Grauer/Weißer Burgunder unter der Bezeichnung „Edition Mild“ mit dem Zusatz „sanfte Säure“. Auf dem Etikett heißt es u. a.: „Zum milden Genuss wird er durch Anwendung unseres besonderen LO3-Schonverfahrens zur biologischen Säurereduzierung.“ Die Halsschleife der Weinflaschen trägt den Aufdruck „Edition Mild bekömmlich“. Im Preisverzeichnis wird der Wein als „Edition Mild – sanfte Säure/bekömmlich“ bezeichnet. mehr...

Wirksamkeit bei nur zwei von über 200 Projekten belegt

Projekte zur Alkoholprävention in Deutschland nur selten evaluiert

Der riskante Alkoholkonsum und -missbrauch von Kindern und Jugendlichen ist in Deutschland ein erhebliches gesellschaftliches und gesundheitspolitisches Problem. Wissenschaftler haben jetzt untersucht, wie in Deutschland Präventionsmaßnahmen organisiert werden und wie effektiv sie sind. Nur bei zwei von über 200 ausgewerteten Projekten ist die Wirksamkeit demnach ausreichend wissenschaftlich belegt. Die vollständigen Ergebnisse der Münchener Forschungsgruppe findet man jetzt kostenfrei beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). mehr...

Deutschland: 74.000 Alkoholtote im Jahr

DHS: Ohne Maßnahmen keine Erfolge

Seit Jahrzehnten sind die Zahlen des legalen Suchtmittelkonsums in Deutschland dramatisch und mit ihnen die Folgen für die einzelnen Konsumenten und Konsumentinnen sowie für die Gesellschaft insgesamt: mehr...

Drei Tote und 103 Verletzte

Baden-Württemberg: Während der Fastnachtszeit 620 Führerscheine einbehalten

Während der Fastnachtszeit (30. Januar bis 21. Februar 2012) ereigneten sich in Baden-Württemberg 276 Verkehrsunfälle, bei denen die Fahrer unter Alkoholeinfluss standen. 20 Personen sind bei Unfällen unter dem Einfluss von Drogen gefahren. Wie das Innenministerium am Freitag, 24. Februar 2012, in Stuttgart weiter mitteilte, sind dabei drei Personen getötet und 103 verletzt worden. Im vergangenen Jahr habe es in der Fastnachtszeit vom 14. Februar bis 8. März 248 Verkehrsunfälle mit alkoholisierten Fahrern gegeben, 19 Fahrer hätten Drogen konsumiert. mehr...

"Nachtregime"

Schweiz: Bundesrat verabschiedet Botschaft zur Totalrevision des Alkoholgesetzes

Der Bundesrat hat die Botschaft zur Totalrevision des Alkoholgesetzes verabschiedet. Er unterbreitet den Eidgenössischen Räten zwei Gesetzesentwürfe: das Spirituosensteuergesetz und das Alkoholhandelsgesetz. Parallel zur Liberalisierung des Ethanol- und Spirituosenmarkts wird der Schutz der Jugend verstärkt und ein «Nachtregime» für den Alkoholverkauf eingeführt. Die heutige Eidgenössische Alkoholverwaltung (EAV) wird in die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) integriert und für die Umsetzung der beiden neuen Gesetze zuständig sein. mehr...

Aktionsprogramm für die Straßenverkehrssicherheit

EU-Parlament fordert Alcolocks und einheitliche Promillegrenzen

Die EU soll die Verwendung von Alcolocks im gewerblichen Güter- und Personenverkehr fördern. Auch soll eine europaweite Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h in Wohnungsgebieten angestrebt werden, heißt es in einer am Dienstag angenommenen Entschließung. Das Parlament fordert dringend ein neues Aktionsprogramm für die Straßenverkehrssicherheit 2011-2020 und empfiehlt eine verstärkte Harmonisierung von Verkehrsregeln und -zeichen, technischen Überprüfungen von Fahrzeugen und der Promillegrenzen. mehr...

Ban Ki-moon ermahnt Tabak-, Alkohol- und Lebensmittelindustrie

Gipfeltreffen der Vereinten Nationen gegen nicht-übertragbare Krankheiten

Die Vereinten Nationen haben eine zweitägige Konfernz einberufen um den Ursachen von nicht-übertragbaren Krankheiten (NCDs), den Kampf anzusagen. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronischen Atemwegserkrankungen und Diabetes verursachen über 60 Prozent aller Todesfälle weltweit. Auslöser für diese Krankheiten sind häufig ungesunde Ernährung, Tabak- und Alkoholkonsum. 30 Staats-und Regierungschefs und mindestens 100 andere hochrangige Minister und Experten diskutieren darüber, wie diese Ursachen eingedämmt werden können. mehr...

Aufhebung staatlicher Monopole

Schweizer Alkoholgesetz: Fokus auf Jugendschutz und Erhältlichkeit von Alkohol in der Nacht

Der Bundesrat hat heute den Ergebnisbericht über die Vernehmlassung zur Totalrevision des Alkoholgesetzes zur Kenntnis genommen und Grundsatzentscheide für das weitere Vorgehen gefällt. Der Staat wird die Alkoholherstellung von veralteten Einschränkungen befreien. Zudem wird die Branche in den Genuss gezielter Steuererleichterungen kommen. Alkohol, der in festen Lebensmitteln verwendet wird, soll von der Steuer befreit werden. Die Werbebeschränkungen für Spirituosen werden etwas gelockert, bleiben jedoch strenger als jene für Wein und Bier. Von preislichen Massnahmen wird Abstand genommen. Im Hinblick auf die Botschaft legt der Bundesrat zwei Schwerpunkte. Der Jugendschutz soll gestärkt und die Erhältlichkeit von Alkohol in der Nacht eingedämmt werden. mehr...

Webtipp: DER TAGESSPIEGEL

Alkohol für Jugendliche: Wirte werden selten bestraft

"Die Streifen sind in etlichen Bezirken verstärkt worden, die Kontrolleure gelten als hoch motiviert, und der Senat hat die Bußgelder für den verbotenen Verkauf von Alkohol an Jugendliche Anfang 2011 drastisch erhöht: Gleichwohl kommt es in Berlin bislang höchst selten vor, dass ein Wirt oder Verkäufer wegen dieses Delikts tatsächlich mit einer größeren Summe belangt wird." [...]
bei DER TAGESSPIEGEL weiterlesen mehr...

Seiten