Psychologie

Studie der Psychotherapeutenkammer

Fast jede zweite neue Frührente psychisch bedingt

Rund 75.000 Versicherte bezogen 2012 erstmals eine Rente wegen Erwerbsminderung aufgrund psychischer Erkrankungen. Sie sind durchschnittlich 49 Jahre alt. Fast jede zweite neue Frührente ist inzwischen psychisch verursacht (42 Prozent). Dabei haben seit 2001 vor allem Depressionen (plus 96 Prozent), Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (plus 74 Prozent) sowie Suchterkrankungen (plus 49 Prozent) als Grund zugenommen. Psychische Erkrankungen sind seit mehr als zehn Jahren die Hauptursache für gesundheitsbedingte Frührenten – mit großem Abstand vor körperlichen Erkrankungen. mehr...

Langzeitfolgen von Alkohol auf das Gehirn

Kontrollverlust bei Alkoholsucht - Neue Erkenntnisse

Zu viel Alkohol schädigt das Gehirn. Wie das passiert, welche Mechanismen diese Schädigung verursachen – darüber ist nur wenig bekannt. Aktuelle Forschungsergebnisse der Arbeitsgruppe Molekulare Psychopharmakologie des Instituts für Psychopharmakologie am ZI ermöglichen nun wichtige neue Einblicke in die molekularen Grundlagen solcher Alkoholschadenseffekte. Die Untersuchungen zeigen, dass wiederholter starker Alkoholkonsum zu einer erheblichen und dauerhaften Umstrukturierung der präfrontalen Großhirnrinde führt. mehr...

Fortschritte in der Alkoholforschung dank Handy

Schweiz: Junge Erwachsene trinken wahrscheinlich doppelt so viel Alkohol wie bisher angenommen

Am meisten Alkohol konsumieren junge Erwachsene an Samstagabenden, männliche Personen im Durchschnitt 2 Liter Bier. Sie trinken wahrscheinlich doppelt so viel Alkohol wie bisher angenommen. Das sogenannte Warmtrinken, also das preisgünstige Trinken im privaten Kreis vor dem Besuch eines Lokals, verringert den darauf folgenden Alkoholkonsum nicht, im Gegenteil. Das zeigt ein vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstütztes Forschungsprojekt. mehr...

Neue Ausgabe des BZgA-Newsletters

Wie Rauschtrinken das Gehirn verändert

Rauschtrinken ist ein verbreitetes Phänomen bei Jugendlichen in Deutschland. Eine aktuelle Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zeigt, dass sich knapp jeder fünfte 16- bis 17-jährige junge Mann mindestens einmal wöchentlich einen Rausch antrinkt. Dieses riskante Trinkverhalten kann massive Auswirkungen auf die Gesundheit junger Menschen haben. Vor allem die Entwicklung des Gehirns wird durch hohen Alkoholkonsum beeinträchtigt. Welche Schäden Rauschtrinken im jugendlichen Gehirn anrichten kann, ist Thema der heute erschienenen neuen Ausgabe des "Alkoholspiegel", dem Newsletter der BZgA zur Alkoholprävention. mehr...

Studie der Universität Bonn

MPU schützt vor Rückfällen

Nur wenige alkoholauffällige Fahrer werden nach einer positiven Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) wieder rückfällig. Dies geht aus einer repräsentativen Studie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn im Auftrag des Verbandes der TÜV e.V. hervor. Untersucht wurde die Bewährung im Straßenverkehr von 1.600 ehemaligen MPU-Teilnehmern über einen Zeitraum von drei Jahren. mehr...

Alkohol unter den Hauptursachen

Deutlich mehr psychische und neurologische Erkrankungen in Europa als bislang angenommen

Psychische Störungen sind in Europa zur größten gesundheitspolitischen Herausforderung des 21. Jahrhunderts geworden. Dies ist ein Hauptergebnis einer wissenschaftlichen Studie, die von dem Dresdner Psychologen Prof. Hans-Ulrich Wittchen geleitet und am 5. September 2011 vom European College of Neuropsychopharmacology (ECNP) und dem European Brain Council (EBC) vorgestellt wurde. mehr...

Krankenhausreport der BARMER GEK

Psychische Verhaltensstörungen durch Alkohol sind häufigster Grund für Krankenhausaufenthalte

Aus dem am 26. Juli in Berlin vorgestellten Barmer GEK Report Krankenhaus 2011 geht hervor, dass die Top Ten-Erkrankungen nach Behandlungshäufigkeit von der Diagnose "Psychische Verhaltensstörung durch Alkohol" angeführt werden. Ein Klinikaufenthaltenhalt mit dieser Diagnose dauert im Durchschnitt achteinhalb Tage. Bei den Behandlungstagen im Krankenhaus liegen Depression und Schizophrenie ganz vorn. Insgesamt entfielen rund 17 Prozent aller Behandlungstage auf die psychischen Störungen, die damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen als häufigsten Behandlungsanlass längst abgelöst haben. mehr...

Zum Weltdrogentag

Legale Drogen für rund 83 Prozent der Krankenhausbehandlungen wegen psychischer und Verhaltensstörungen verantwortlich

Im Jahr 2009 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 62 728 vollstationäre Behandlungen von Patienten mit psychischen und Verhaltensstörungen, verursacht durch psychotrope Substanzen, durchgeführt; dies waren um 2,2 Prozent mehr als 2008. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren in 83 Prozent der Fälle die Patienten aufgrund des Konsums von legalen Drogen in stationärer Behandlung. mehr...

Barmer GEK Arzneimittelreport 2011

Fragwürdige Verordnungen für Frauen, Demente und Alkoholabhängige

Bedenkliche Trends stehen im Mittelpunkt des neuen Barmer GEK Arzneimittelreports: Demnach erhalten knapp 14 Prozent der alkoholabhängigen Menschen in Deutschland starke Schlafmittel mit hohem zusätzlichen Suchtpotential verordnet. Jeder dritte Demenzkranke bekommt regelmäßig starke Beruhigungsmittel – trotz erhöhtem Sterblichkeitsrisiko. Und fast die Hälfte der 20 absatzstärksten Antibabypillen des Jahres 2010 enthalten neuartige Hormone mit einem doppelt so hohen Thromboembolierisiko wie bewährte ältere Präparate. mehr...

Spanische Studie

Rauschtrinken schadet dem Gedächtnis von Studenten

Tierstudien haben Mitte 2010 gezeigt, dass Rauschtrinken (Komasaufen) mit Schäden am Hippocampus einhergeht, einer Hirnregion, die eine Schlüsselrolle beim Lernen und beim Gedächtnis spielt. Bei Heranwachsenden erfährt die Region strukturelle und funktionelle Veränderungen, weshalb sie durch die toxische Wirkung von Alkohol besonders gefährdet ist. Spanische Wissenschaftler haben nun männliche und weibliche Studenten untersucht. Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen Rauschtrinken und deklarativen Gedächtnis, das Tatsachen und Ereignisse speichert, die bewusst wiedergegeben werden können, zu prüfen. mehr...

TÜV Süd

Mittelständler unterschätzen psychische Belastung am Arbeitsplatz

Unfälle und Verschleiß waren vor 50 Jahren noch die klassischen Erkrankungen am Arbeitsplatz. Heute ist bei jedem Vierten der Grund für einen Arbeitsausfall im Bereich der  psychischen Störungen zu suchen. Darunter fallen Depressionen, Alkohol- und Drogenabhängigkeit sowie Panikstörungen. Doch trotz der hohen Kosten, die psychische Belastungen für das Unternehmen verursachen, fehlt bei vielen das Bewusstsein für diese Erkrankungen. mehr...

Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA)

Ambulante Psychotherapie bei Suchterkrankungen künftig ausnahmsweise auch ohne Abstinenz möglich

Eine ambulante Psychotherapie für von Alkohol, Drogen oder Medikamenten abhängige Patientinnen und Patienten ist künftig ausnahmsweise auch dann möglich, wenn noch keine Suchtmittelfreiheit vorliegt. Diese Ausnahme von der weiterhin bestehenden Regelung, dass Suchtkranke vor Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung abstinent sein müssen, beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) heute in Berlin. mehr...

Auch Alkohol mitschuldig

Volkskrankheit: In Bayern leiden 650.000 Menschen an einer Schlafstörung

In Bayern leiden rund 650.000 Menschen (bundesweit über vier Millionen) an einer Schlafstörung, so die Techniker Krankenkasse (TK). Jeder zweite Betroffene ist zwischen 40 und 69 Jahre alt. Psychische Belastungen wie Stress, aber auch mangelnde Bewegung, Alkohol-, Nikotin- und Koffeingenuss können Schlafstörungen verursachen. Weitere Gründe sind körperliche Krankheiten oder nächtlicher Lärm, wie ein schnarchender Bettnachbar. mehr...

Schweiz

Interkantonale Studie zur Wirksamkeit der ambulanten Alkoholbehandlung

Jedes Jahr lassen sich in der Schweiz mehrere tausend Personen mit Alkoholprob- lemen erfolgreich bei einer ambulanten Suchthilfestelle beraten. Bisher fehlten aber wissenschaftlich fundierte Aussagen dazu. Aus diesem Grund führen Fachstellen der Kantone Aargau, Bern und Zürich erstmals eine interkantonale Katamnese-Studie durch, welche die Wirksamkeit der ambulanten Suchtbehandlung im Bereich Alkohol aufzeigen soll.

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Trend bei den psychischen Erkrankungen alarmierend

DAK warnt vor bedenklichen Gesundheitstrends bei jungen Arbeitnehmern

Der Krankenstand stieg auch im Wirtschaftsaufschwung 2010 nicht an. Er lag bei 3,4 Prozent wie ein Jahr zuvor in der Rezession. Die alte Faustformel, dass der Krankenstand steigt, wenn es der Wirtschaft gut geht und in Krisenzeiten wieder sinkt, ist heute nicht mehr haltbar. „Seit mehr als zehn Jahren liegt der Krankenstand auf einem niedrigen Niveau. Dies zeigt eine hohe Leistungsbereitschaft und Motivation der Arbeitnehmer, die nicht von Konjunkturzyklen abhängig ist“, kommentiert DAK-Chef Herbert Rebscher die Entwicklung. mehr...

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