Berichte

Studie der Psychotherapeutenkammer

Fast jede zweite neue Frührente psychisch bedingt

Rund 75.000 Versicherte bezogen 2012 erstmals eine Rente wegen Erwerbsminderung aufgrund psychischer Erkrankungen. Sie sind durchschnittlich 49 Jahre alt. Fast jede zweite neue Frührente ist inzwischen psychisch verursacht (42 Prozent). Dabei haben seit 2001 vor allem Depressionen (plus 96 Prozent), Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (plus 74 Prozent) sowie Suchterkrankungen (plus 49 Prozent) als Grund zugenommen. Psychische Erkrankungen sind seit mehr als zehn Jahren die Hauptursache für gesundheitsbedingte Frührenten – mit großem Abstand vor körperlichen Erkrankungen. mehr...

36 Prozent mehr Alkoholabhängige in vier Jahren

Deutliche Zunahme von Suchterkrankungen – Bundesregierung vernachlässigt Suchtkranke

Die jetzt veröffentlichten Zahlen des Suchtsurvey des Instituts für Therapieforschung sind die Quittung für eine untätige Sucht- und Drogenpolitik in den letzten vier Jahren. Es ist alarmierend, dass die Zahl der Alkoholabhängigen in Deutschland von 2006 bis 2012 von 1,3 Millionen auf 1,77 Millionen – also um 36 Prozent – angestiegen ist. Die Zahl der Medikamentenabhängigen stieg sogar von 1,5 Millionen auf 2,3 Millionen und damit um 53 Prozent. Und von den 30 Prozent der Bevölkerung, die rauchen, leidet jeder Dritte (10,8 Prozent) an einer Tabakabhängigkeit. mehr...

Statistisches Bundesamt

Diagnose Alkohol­miss­brauch: 2012 wieder mehr Kinder und Jugendliche stationär behandelt

Im Jahr 2012 wurden 26.673 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 1,2 % mehr als 2011. Bezogen auf 100.000 Einwohner dieser Altersklasse stieg ihre Anzahl gegenüber 2011 auf 333 (+ 2,4 %). Dabei nahm die Zahl der Mädchen und jungen Frauen um 5,0 % (269 Fälle je 100.000 Einwohner) zu, die der Jungen und jungen Männer nur um 0,8 % (394 Fälle je 100.000 Einwohner). mehr...

BZgA warnt

Alkoholintoxikationen bei Kindern und Jugendlichen weiter auf hohem Niveau - Risiken von Alkohol werden nach wie vor unterschätzt

Anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu den Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen aufgrund von akutem Alkoholrausch sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). "Jeder einzelne der insgesamt 26.673 Fälle von Alkoholintoxikationen bei 10- bis 20-Jährigen ist einer zu viel. Die Risiken von Alkohol - insbesondere für Kinder und Jugendliche - werden nach wie vor unterschätzt. Das kann dramatische Folgen haben und sogar zum Tod führen."
mehr...

DAK-Bericht

Mehr jugendliche Komasäufer in Sachsen-Anhalt

Trinken bis der Arzt kommt: In Sachsen-Anhalt ist die Zahl jugendlicher Komasäufer erneut gestiegen. Im Jahr 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit 569 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2011 um neun Prozent an. mehr...

Langzeitfolgen von Alkohol auf das Gehirn

Kontrollverlust bei Alkoholsucht - Neue Erkenntnisse

Zu viel Alkohol schädigt das Gehirn. Wie das passiert, welche Mechanismen diese Schädigung verursachen – darüber ist nur wenig bekannt. Aktuelle Forschungsergebnisse der Arbeitsgruppe Molekulare Psychopharmakologie des Instituts für Psychopharmakologie am ZI ermöglichen nun wichtige neue Einblicke in die molekularen Grundlagen solcher Alkoholschadenseffekte. Die Untersuchungen zeigen, dass wiederholter starker Alkoholkonsum zu einer erheblichen und dauerhaften Umstrukturierung der präfrontalen Großhirnrinde führt. mehr...

Top-Studie

Volkswirtschaftliche Effekte der Alkoholkrankheit in Österreich

Der gefährliche undschädliche Konsum von Alkohol leistet global einen bedeutenden Beitrag zu Todesfällen, Krankheiten und Verletzungen. Einerseits entstehen Gesundheitsrisiken wie Alkoholabhängigkeit, Leberzirrhose, Krebs und Verletzungen für den Betroffenen selbst. Andererseits ergeben sich durch gefährlichen und schädlichen Alkoholkonsum Risiken für Dritte (Familienangehörige, Straßenverkehrsteilnehmer) bzw. Kosten für die Gesellschaft (medizinische Behandlung, Pflege, Invaliditäts- und Witwenpensionen, Arbeitseinschränkungen und Arbeitslosigkeit). mehr...

Studie der Boston University

Bereits geringere Mengen Alkohol können Krebs auslösen

Eine Studie der "Boston University" hat nachgewiesen, dass bereits geringer Alkoholkonsum für viele Krebsfälle verantwortlich ist. Die Forscher sprechen dabei von einer Menge von eineinhalb Drinks am Tag. Sie weisen darauf hin, dass die Reduzierung von Alkoholgenuss eine wichtige Krebspräventionsmaßnahme ist. Der Leiter der Studie, die online im "American Journal of Public Health" veröffentlicht wurde, weist ausdrücklich auf den engen Zusammenhang von zwischen Alkoholkonsum und Krebs hin. mehr...

Statistisches Landesamt

Mehr als 2 Prozent der Krankenhauspatienten in Thüringen wurden im Jahr 2011 wegen Problemen mit Alkohol behandelt

Im Jahr 2011 wurden in den 45 Thüringer Krankenhäusern 579.889 Patienten vollstationär versorgt, 11.947 von ihnen (2,1 Prozent) wegen alkoholbedingter Krankheiten. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik entsprach das dem Vorjahresniveau (2010: 11.951 Personen). Männer waren häufiger betroffen als Frauen. Mehr als drei Viertel der alkoholbedingten Krankenhausbehandlungen entfielen auf Männer (9.353 Fälle bzw. 78,3 Prozent). Die weiblichen Patienten hatten mit 2.594 Fällen einen Anteil von 21,7 Prozent. mehr...

Statistisches Landesamt

Bayern: Alkoholbedingte Krankenhausbehandlungen seit 2000 um rund 35 Prozent gestiegen

Anstieg der Krankenhausbehandlungen mit der Hauptdiagnose „akuter Rausch“ um rund 210 Prozent bei den unter 20-Jährigen

Im Jahr 2011 wurden in den bayerischen Krankenhäusern 52.196 Patienten mit alkoholbedingten Krankheiten vollstationär behandelt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren das rund 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr sowie 35,2 Prozent mehr als elf Jahre zuvor. mehr...

Kanadische Studie

Signifikant weniger Alkoholtote nach Preiserhöhung

Eine derartige Wirkung einer Preiserhöhung auf alkoholische Getränke hatten auch die Forscher in British Colombia nicht erwartet: Eine Erhöhung um 10 Prozent hatte zur Folge dass über 30 Prozent weniger Alkoholtote zu beklagen waren. Dabei wurden Ursachen berücksichtigt, die entweder in Verbindung mit Alkohol stehen oder, wenn sie direkt auf Alkoholkonsum zurückzuführen sind, akuter oder chronischer Natur sind.
mehr...

Akute Alkoholvergiftungen bei Kindern und Jugendlichen

Weiterhin keine Entwarnung: Prävention bei Jugendlichen unverzichtbar

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu Krankenhauseinweisungen von Kindern und Jugendlichen aufgrund von Alkoholvergiftungen sind weiterhin besorgniserregend. Mit 26.349 eingelieferten Fällen im Jahr 2011 werden bundesweit zu viele junge Menschen zwischen 10 und 20 Jahren wegen einem akuten Alkoholrausch in Krankenhäuser eingewiesen.
mehr...

Statistisches Bundesamt

Diag­nose Alkohol­miss­brauch: 2011 wie­der mehr Kin­der und Jugend­liche statio­när behan­delt

Im Jahr 2011 wurden 26.349 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren aufgrund akuten Alkoholmissbrauchs stationär in einem Krankenhaus behandelt. Das waren 1,4 Prozent mehr als 2010 (25.995). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, stieg ihre Anzahl gegenüber 2010 auf 325 je 100 000 Einwohner (+ 3,3 Prozent). Rund 62 Prozent der Behandelten waren männlich, obwohl der entsprechende Bevölkerungsanteil nur 51 Prozent beträgt. mehr...

Weit über 5.000 Klinikeinweisungen im Jahr 2011

Bayern: Zahl der "Komasäufer" wieder gestiegen

Die DAK Bayern hat am 11. Dezember neue Zahlen zu jugendlichen "Komasäufern" in Bayern veröffentlicht: Im Jahr 2011 landeten demnach 5.494 Jugendliche nach Alkoholmissbrauch in Kliniken. Die DAK ging ursprünglich davon aus, dass die Zahl der Betroffenen leicht gesunken sei, um 2,3 Prozent. Sie hat sich auf bisher unveröffentlichte Zahlen des Statistischen Landesamtes Bayern bezogen. Nach Meldungen der Zeitungsgruppe idowa ist der Krankenkasse jedoch ein Interpretationsfehler unterlaufen. mehr...

Gesundheitsministerin Steffens sieht „bedenkliche Entwicklung“

Komasaufen: Starker Anstieg bei Mädchen in NRW

Einen starken Anstieg jugendlicher Komasäufer meldet die DAK in Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 2011 kamen nach Informationen der Krankenkasse DAK-Gesundheit landesweit 6.548 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Nach bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes stieg die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2010 um 4,3 Prozent. Bei den Mädchen war der Anstieg mit 6,3 Prozent deutlich höher als bei den Jungen. Aufgrund der „bedenklichen Entwicklung“ sieht Gesundheitsministerin Barbara Steffens Handlungsbedarf. mehr...

Seiten