Arbeit

Urteil des Bundesarbeitsgerichtes

Entgeltfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit - Verschulden bei langjähriger Alkoholabhängigkeit

Eine Arbeitsunfähigkeit ist nur dann verschuldet iSv. § 3 Abs. 1 Satz 1 EFZG*, wenn ein Arbeitnehmer in erheblichem Maße gegen das von einem verständigen Menschen in seinem eigenen Interesse zu erwartende Verhalten verstößt. Nur dann verliert er seinen Anspruch auf Entgeltfortzahlung. Bei einem alkoholabhängigen Arbeitnehmer fehlt es suchtbedingt auch im Fall eines Rückfalls nach einer Therapie regelmäßig an einem solchen Verschulden.
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Koch nach Verkehrsunfall nicht mehr arbeitsfähig

Betrunken ohne Führerschein Fahren kann Rente kosten

Der 28-jährige Mann war nachts auf der Autobahn mit seinem PKW in einen Erdhügel gefahren und hatte sich dabei mehrere Frakturen und eine Armnervenschädigung zugezogen, seinen Beruf und auch andere Tätigkeiten kann er seitdem wegen der Unfallfolgen nicht mehr ausüben. Deshalb beantragte er bei der Deutschen Rentenversicherung Hessen eine Rente wegen Erwerbsminderung. Die Rentenversicherung lehnte den Rentenantrag aber ab. Hierfür gab es gute Gründe, wie das Sozialgericht Gießen jetzt mit Urteil vom 26.02.2014 entschieden hat. mehr...

Studie der Psychotherapeutenkammer

Fast jede zweite neue Frührente psychisch bedingt

Rund 75.000 Versicherte bezogen 2012 erstmals eine Rente wegen Erwerbsminderung aufgrund psychischer Erkrankungen. Sie sind durchschnittlich 49 Jahre alt. Fast jede zweite neue Frührente ist inzwischen psychisch verursacht (42 Prozent). Dabei haben seit 2001 vor allem Depressionen (plus 96 Prozent), Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen (plus 74 Prozent) sowie Suchterkrankungen (plus 49 Prozent) als Grund zugenommen. Psychische Erkrankungen sind seit mehr als zehn Jahren die Hauptursache für gesundheitsbedingte Frührenten – mit großem Abstand vor körperlichen Erkrankungen. mehr...

53. DHS Fachkonferenz Sucht

Gewinn durch Gesundheit – Suchtprobleme sind „Chefsache“

Gesundheit ist ein hohes Gut. Arbeit ebenso. Leistungs-, Termin- und Zeitdruck belasten viele der 41,1 Mio. Erwerbstätigen. Jeder Zweite in Deutschland geht zur Arbeit, auch wenn er krank ist. Meist aus Sorge um den Arbeitsplatz oder wegen mangelnder Vertretungsmöglichkeiten. Bei vielen Berufstätigen gehen diese Belastungen mit gesundheitsriskantem Verhalten einher: Alkohol- und Tabakkonsum, die Einnahme von Beruhigungs- und Schlafmitteln und auch der Gebrauch illegaler Substanzen. Dr. Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der DHS, erklärt: mehr...

Alkoholkonsum und Rauchen Hauptursachen

AOK Fehlzeiten-Report 2013: Keine Entwarnung bei Suchterkrankungen

Die Zahl der Arbeitsunfähigkeitstage, die durch die Einnahme von Suchtmitteln verursacht wurden, ist in den letzten zehn Jahren um rund 17 Prozent angestiegen: Von 2,07 Millionen Fehltagen im Jahr 2002 auf 2,42 Millionen Fehltage im Jahr 2012. Alkoholkonsum und Rauchen sind laut Fehlzeiten-Report 2013 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) die Hauptursachen. mehr...

Fernsehtipp

Wie ein Licht in der Nacht

Sender: 
Das Erste
Sendezeit: 
Mi, 01/05/2013 20:15

"Jahrelang gehörte Carla zu den erfolgreichsten Maklerinnen eines großen Immobilienbüros. Nun geht die Powerfrau endgültig in Rente – und fällt schon bald in ein Loch aus Langeweile und Einsamkeit. Ihre Ängste ertränkt sie in Alkohol." [...]
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Burnout oder Sucht

Hamburg: Jede zweite Frührente bei Frauen wegen psychischer Erkrankungen

Im vergangenen Jahr sind in Hamburg 1.724 Menschen, davon 713  Männer und 1.011 Frauen, aufgrund psychischer Erkrankungen vorzeitig aus dem Berufsleben ausgeschieden. Damit sind bei den Frauen 57,7 Prozent und bei Männern 42,2 Prozent aller Frührenten psychisch bedingt. Hamburg liegt mit diesem Wert im Vergleich der Bundesländer hinter dem Saarland an zweiter Stelle. Im Schnitt waren die Betroffenen knapp 52 Jahre alt. Das teilt die Techniker Krankenkasse (TK) in Hamburg mit und bezieht sich dabei auf Auswertungen der Deutschen Rentenversicherung. mehr...

Fernsehtipp/Mediathek

"Beckmann" - Volksdroge Alkohol - Wo liegt die Grenze zwischen Genuss und Sucht?

Sender: 
Das Erste
Sendezeit: 
Do, 25/10/2012 23:30

Immer mehr Menschen wissen keinen Ausweg mehr aus Stress-Situationen und greifen regelmäßig zur Flasche - mit fatalen Folgen auch für Familie, Freunde und Kollegen. 1,3 Millionen Deutsche gelten als alkoholabhängig, zehn Millionen konsumieren Alkohl in gesundheitlich riskanten Mengen. Wo liegt die Grenze zwischen Stresskiller und Suchtmittel? Und wie reagieren Angehörige bei ersten Warnsignalen richtig? mehr...

Barmer GEK Gesundheitsreport 2012

Alkoholprobleme bei Erwerbstätigen in Hamburg deutlich überdurchschnittlich

Erwerbstätige mit Wohnort in Hamburg haben deutlich häufiger ein Alkoholproblem. Auswertungen von Fehlzeiten sowie von Diagnosen aus der ambulanten und stationären Versorgung, die von der Barmer GEK im Rahmen des Gesundheitsreports 2012 durchgeführt wurden, haben ergeben, dass ihr Anteil in Hamburg um 34 Prozent höher liegt als im Bundesdurchschnitt.
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Barmer GEK Gesundheitsreport 2012

Alkohol und Job: In Mecklenburg-Vorpommern deutlich öfter ein Problem

Erwerbstätige mit Wohnort in Mecklenburg-Vorpommern haben deutlich häufiger ein Alkoholproblem. Auswertungen von Fehlzeiten sowie von Diagnosen aus der ambulanten und stationären Versorgung, die von der Barmer GEK im Rahmen des Gesundheitsreports 2012 durchgeführt wurden, haben ergeben, dass ihr Anteil in Mecklenburg-Vorpommern um 35,2 Prozent höher liegt als im Bundesdurchschnitt.
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Webtipp ZDF WISO

Gesellschaftsdroge Alkohol: Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Schaden

"Durch Alkohol am Arbeitsplatz entsteht jährlich ein volkswirtschaftlicher Schaden von geschätzten 26 Milliarden Euro. Dazu zählen Fehlzeiten sowie Arbeitsunfälle und ihre Folgen. Und laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) spielt bei jedem fünften Arbeitsunfall Alkohol ein Rolle. Bei jeder sechsten Kündigung geht es um Alkohol am Arbeitsplatz."[...]
bei wiso.zdf.de weiterlesen mehr...

www.sucht-am-arbeitsplatz.de

BARMER GEK und DHS starten Website zur Suchtproblematik am Arbeitsplatz

Heute geht die neue Website www.sucht-am-arbeitsplatz.de online. Nach Angaben der Betreiber, BARMER GEK und Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen DHS, wird damit Deutschlands erste umfassende Internetplattform zur Suchtproblematik in Betrieben frei geschaltet. Neben einer breiten Öffentlichkeit soll die Informationsplattform vor allem Führungskräfte, Personalverantwortliche, Arbeitnehmervertreter und Beschäftigte selbst in Unternehmen erreichen.  mehr...

Verwaltungsgericht Oldenburg

Betrunkener Seelotse verliert Kapitänspatent und die Arbeit

Das Verwaltungsgericht Oldenburg hat mit Urteil vom 25. November 2011 (Az.: 7 A 241/11) die Klage eines Seelotsen gegen den Widerruf seiner Bestallung abgewiesen. Dem lag folgender Sachverhalt zugrunde: Der Kläger führte als beratender Seelotse im Juni 2009 im Emsrevier eine Lotsung durch. Er gab fehlerhafte Anweisungen, die dazu führten, dass das Motorschiff „Beluga Majesty" auf Grund lief. mehr...

Unterrichtsmaterialien für Lehrer

Nüchtern betrachtet

"Schon kleine Mengen Alkohol vermindern unsere Konzentrationsfähigkeit und fördern die Risikobereitschaft. Deshalb steigt unter Alkoholeinfluss das Unfallrisiko steil an. Schätzungsweise 15 bis 30 Prozent aller Arbeitsunfälle passieren unter Alkoholeinfluss. Aus diesem Grund ist es so wichtig, dass gerade junge Berufseinsteiger die Grundregel beherzigen: Keinen Tropfen Alkohol bei der Arbeit und im Straßenverkehr sowie überall dort, wo es auf schnelle Reaktionen ankommt." mehr...

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